Martinique und Guadeloupe

Beide Inseln gehoeren zu Frankreich. Da ich mir nicht mehr sicher bin, welche Fotos zu welcher Insel gehoeren, hab ich die beiden kurzerhand in einen Beitrag gepackt. In Martinique hat unsere Kreuzfahrt begonnen. Es war schon ein verruecktes Gefuehl, ploetzlich ueberall mit Euros zu zahlen, mitten in der Karibik. Beiden Inseln sieht man die Zugehoerigkeit zum reichen Frankreich an. Bessere und vor allem viel mehr Autos. Moderne Haeuser, mehr Restaurants, Museen und auch viel groessere Supermaerkte. Es leben sehr viele Franzosen hier, na klar „C’est la France!“, „Das hier ist Frankreich!“ hoeren wir immer wieder von ihnen. Die Kolonialzeit laesst gruessen. Als Deutsche versuche ich mir vorzustellen, es gaebe irgendwo in der Karibik eine tolle Insel, wo jeder Deutsch spricht, den Euro als Waehrung und deutsche Gesetze gelten. Ach ja, Mallorca. Sorry, Spass beiseite.

Leider zeigen sich die Frauen hier nur noch fuer touristische Zwecke in der karibisch farbenfrohen Tracht. Schade, wir finden es sieht toll aus!

 

St. Lucia

Unser letztes Land, bevor es zurück nach Martinique geht. Auch hier war Neno oft, als er als Fotograf mit Carnival Cruise unterwegs war. Und wollte mir unbedingt eine einheimische Bar zeigen, in der er vor Jahren war. Wir machen uns auf die Suche. Und finden sie tats?chlich, allerdings sind es nicht mehr dieselben Leute wie damals. Und für ein Bier ist es noch zu früh. Die Gegend ist nicht wirklich „touristisch“ und Neno wurde damals gewarnt, sich nicht unbedingt dort aufzuhalten. Was ihn natuerlich genau vom Gegenteil ueberzeugte. Schnurstracks lief er in die Bar hinein, der einzige Weisse, nur mit einer gehoerigen Portion Charme und Kuehnheit bewaffnet. „What do you want?“, „Was willst du?“, wurde er damals gefragt. „A nice cold beer.“, „Ein kuehles Bier“, war seine Antwort und die Eintrittskarte. Irgendwie schafft es Neno immer, dass die Leute neugierig werden, ihre Anspannung verlieren, trotz oder vielleicht auch wegen der Fotos, die er von ihnen macht. Und ich bin mir sicher, der freche Kroate bleibt lange Gespraechsthema.

Wir bleiben diesmal am Hafen und machen keinen Abstecher zum Strand. Wir sind etwas melancholisch, da wir morgen von Bord gehen. Wer h?tte gedacht, dass wir es dann doch so genie?en k?nnen, den Urlaub auf’m Kreuzer. Aber wir freuen uns auch darauf, wieder alleine los zu ziehen. Ohne festen Plan und Frühstückszeiten.

Ja, das ist die Bar… Etwas trist sieht es aus. Als Neno hier das erste Mal war, gab es noch sowas wie Stuehle und Tische.

In der Markthalle am Hafen.

Barbados

Es ist Christmas Day, der 25.12 und absolut tote Hose in Bridgetown, der Hauptstadt der Insel und Anlegeplatz fuer die Kreuzfahrtschiffe. Leider… also wieder Strand, nicht das wir uns beschweren wollen. Dort ist natuerlich einiges los, es liegen 3 Schiffe im Hafen und alles kommt an diesen Strand. Aber es ist traumhaft. Das Wasser hat ein schon unnatuerlich krasses Blau und wir nehmen den Strand in unsere Top 5 auf.

 

Grenada

Am 24.12 setzen wir Anker vor Grenada. Neno und ich laufen durch den Markt. Es herrscht tatsaechlich etwas Weihnachtsstimmung, das liegt aber mehr an den vielen Nikolausmuetzen. Wir fahren mit dem oeffentlichen Bus zum Strand Grand Anse Beach und nutzen das Wifi dort, um mit unseren Familien zu telefonieren. Am Abend gibts am Schiff lecker Hummer und Riesengarnelen und es kommt tatsaechlich etwas Weihnachtsstimmung auf.

 

 

Trinidad & Tobago

Es ist schon ueber eine Woche rum; wir waren zurueck in Martinique und Guadeloupe und hatten einen Tag auf See bevor wir am 23. Dezember in Tobago anlegen. Diesmal wollen wir einfach an den Strand. Pigeon Point ist der wohl beruehmteste. Den teilen wir uns mit allen anderen Kreuzfahrt-Gaesten und wir bleiben nicht so lange und streunern noch ein bisschen im Ort herum. Allerdings ist so kurz vor Weihnachten nicht wirklich viel los.

 

 

St. Vincent and the Grenadines

Wir haben uns verliebt! Total! In Saint Vincent und die Grenadines, aber vor allem in die Leute hier! In die wundervolle Pearlla McDowall und ihre Bar „Tash-I“ an der Bushaltestelle in Kingstown mit all ihren Gaesten, Kiosk Nummer 7! Das ist Jamaika vor 50 Jahren. Wir verpassen fast das Schiff, weil wir einfach nicht mehr weg wollen. Man kann es nicht beschreiben, man muss es erleben.

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Antigua

Erstmal zum wichtigsten:
Es wird Anti-Ga (Antee-Gah) ausgesprochen, nicht Anti-Gwa (Anti-Guah).

Ja genau, jeden Tag was neues lernen.
Noch was zur Insel: Antigua hat 365 Straende, fuer jeden Tag einen.
Auf der Insel wird Englisch gesprochen (Gott sei Dank) und es gibt zum ersten Mal fuer uns den Eastern Caribbean Dollar fuer unsere Banknotenkollektion.

Sint Maarten

Eine Tatsache: Die Insel Sint Maarten-Saint Martin ist die kleinste Landmasse der Welt, die von zwei verschiedenen Nationen geteilt wird. Nur 96 Quadratkilometer werden von Frankreich und dem K?nigreich der Niederlande geregelt, wobei das niederl?ndische Sint Maarten seit 2010 ein unabh?ngiges Land innerhalb des K?nigreichs ist.

Wir sind im niederlaendischen Teil an Land gegangen, haben aber spaeter noch ganz kurz einen Abstecher auf die franzoesische Seite gemacht. Auf dieser Insel wird friedliches Zusammenleben ganz real, keine Grenzkontrolle, jeder kann auf jeder Seite arbeiten, ohne Buerokratie oder Grenzschwierigkeiten.

Neno war hier schoen oefter, ja richtig gehoert. Das kommt daher, dass mein Mann vor 9 Jahren als Fotograf auf einem Kreuzfahrtschiff gearbeitet hat. Und die sind regelmaessig hier vorbei gekommen. Unser Ziel ist der beruehmte Maho Strand, auch Airport Beach genannt. Die wohl beliebteste Sehenswuerdigkeit auf dieser Insel, und deshalb ist der Strand auch ziemlich bevoelkert. Aber es hat schon was, die Flieger direkt auf einen zukommen zu sehen! Und beim Abflug gabs dann fuer uns alle ein Peeling gratis. Der Sand wehte uns mit gefuehlten 100 km/h ins Gesicht.

Kreuzfahrt durch die Karibik

Ja, richtig geh?rt. Wir waren auf ner Kreuzfahrt. Die karibischen L?nder per Flugzeug oder F?hre zu erkunden ist ein teures und teilweise unm?gliches Unterfangen. Da aber Neno’s Vorhaben, alle L?nder der Welt zu bereisen, unsere Reiseroute mit beeinflusst, verbringen wir viel Zeit mit der Suche nach günstigen M?glichkeiten…und enden schlie?lich bei der Costa Magica, die unglaubliche 10 karibische L?nder in 15 Tagen anf?hrt. Und der Lastminute Preis ist okay, also wird gebucht. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, dass ich mal auf nem Kreuzer landen würde, h?tte ich nicht für m?glich gehalten. Jetzt freue ich mich aber vor allem darauf, 2 Wochen den Rucksack nicht packen zu müssen, keine Unterkunft und Restaurant Suche dafür Zimmerservice jeden Tag. Klingt toll, und dann auch noch jeden Tag auf ner anderen karibischen Insel, es gibt schlimmeres.
Eingecheckt wird in Martinique, wir laufen zum Hafen, wo die Costa Magica bereits riesig und majest?tisch vor uns aufragt.
Mit guten Absichten haben wir unsere Flasche Jamaika Rum im Handgep?ck dabei, schlie?lich haben wir recherchiert, dass Alkohol nicht mit an Bord gebracht werden darf, bzw sie den Alkohol für dich aufbewahren bis du wieder von Bord gehst. Nur hat uns keiner die Flasche weggenommen, die Scanner haben nicht reagiert und die Frage, ob wir was dabei haben, haben wir erst beim weggehen verstanden. Ehrlich! Also sind die Abende mit Rum-Cola Absacker gesichert.
Die n?chste positive ?berraschung erwartet uns in der Kabine. Ich mache die Tür auf und blicke aufs Meer…wie jetzt? Aufs Meer? Fenster? Oder das ist doch…ein Balkon…? Ich stürze mich auf die Begrü?ungspapiere, die auf dem Bett liegen und vergleiche vorsichtshalber nochmal unsere Namen mit der Kabinennummer. Wir haben eine fette Au?enkabine! Wie genial ist das denn?
Wir bringen das Sicherheitstraining hinter uns und erkunden das Schiff. Wir haben gerade mal 100 Meter zum Pool. Sehr cool! Auch das Abendessen überzeugt, so lecker haben wir selten gegessen. 4 G?nge Menü und eine tolle Auswahl, hier hat sich die Wahl, mit einem italienischen Schiff zu fahren, auf alle F?lle gelohnt.
Ist alles nicht so spannend zu erz?hlen, aber glaubt mir, wir habens echt genossen.
Jeden Tag auf ne andere Insel, bei Seetagen Videos geguckt oder in den Pool gehüpft, und dann mit dem Cocktail auf’m Balkon gechillt. Die Programme am Abend haben wir meist sausen lassen, aber an Weihnachten wollten wir uns die Show nicht entgehen lassen. Und es war richtig gut! Klar sind die Kostüme zum schmunzeln und es ist kitschig, aber man sieht, wie sich die T?nzer, S?nger und die Crew ins Zeug legen, wie sie eine gute Show abliefern wollen. Und natürlich auch müssen, denn eins ist klar. Auf einem Kreuzfahrtschiff herrscht ein strenges Regime. Der Gast ist K?nig, und zwar immer. Und das ist als Angestellter anstrengend, aber ich muss sagen, für den Gast ist es toll! Keine genervten Kellner, alles immer piccobello, es gibt nicht mal Geschirr Rückgabe, denn alles wird von den hunderten von Kellnern weggetragen.
Mein Fazit: trotzdem wahrscheinlich einmal und nie wieder, denn zum einen kann ich eigentlich alle anderen L?nder einfacher besuchen (oder dann mit einem Segelschiff) und zweitens würde ich mir nie eine Au?enkabine leisten, aber die hatte einen gro?en Teil dazu beigetragen, dass ich es so super fand. Naja, jetzt kann ich mitreden ?
Die Landausflüge haben wir alle auf eigene Faust gemacht. Mehr darüber in den einzelnen Blogbeitr?gen.

 

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